Börsenampel
Thema heute:
Europa
Ampel
Rote Ampel
Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren beschäftigt...


Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren beschäftigt uns nun bereits die EU-Schuldenkrise. In dieser Zeit gab es wiederholte Maßnahmen und Beschlüsse bei diversen Treffen der Regierungen aller betroffenen Staaten, doch bis heute ist die Krise nicht gelöst. Als letzten Schritt senkte die EZB Anfang Juli den Leitzins auf ein neues Allzeittief von 0,75 %, doch die Börsen reagierten wie immer nur kurz positiv darauf. Da diese Krise schon so lange anhält und eine Lösung praktisch nicht in Sicht ist, wird das Vertrauen in die Märkte und in den Euro immer weiter geschwächt. Dazu kommen jetzt auch noch Anzeichen einer Konjunkturabschwächung auch in Deutschland, während in den zurzeit am meisten von der Schuldenkrise betroffenen Staaten wie Italien, Spanien, Portugal und Griechenland an Wachstum schon lange nicht mehr zu denken ist. Auch die USA beginnt zu schwächeln und veröffentlichte am 06.07.2012 einen schwachen Arbeitsmarktbericht. Die Aussichten für die Märkte bleiben weltweit eher verhalten bis negativ. Auch China wächst inzwischen nicht mehr so stark. Die eigene Währung wurde in den letzten Jahren schrittweise aufgewertet und dämpft nun die Vorteile ab, die China hatte. Somit ist Wachstum erst einmal nicht in Sicht, im Gegenteil: Man muss immer wieder mit neuen Hiobsbotschaften aus der Politik rechnen. Es gilt ein Sprichwort: Politische Börsen haben kurze Beine, d. h. die Auswirkungen auf die Märkte sind nur von kurzer Dauer. Doch dieses Sprichwort stimmt zurzeit nicht mehr, denn die Börse ist fast ausschließlich und dauerhaft politisch geworden. Somit sollte man die Aktienmärkte auch weiterhin meiden. Insgesamt sehe ich eine weiter leicht fallende Tendenz, und man kann dem nur mit ausgewählten Anlagen entgehen wie zum Beispiel Gold, Immobilien, stark sicherheitsorientierten Mischfonds und Anlagen aus Staaten mit nur geringen oder gar keinen Schulden wie zum Beispiel Norwegen, Schweden, Dänemark oder Kanada.
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Und so funktioniert die Börsenampel
Die Börsenampel stellt für den aktuell genannten Anlagebereich den eher zu erwartenden mittelfristigen Trend auf Sicht von zwei bis sechs Monaten dar. Dabei kann es sich zum Beispiel um Branchen, Länder, Indizes oder auch ein einzelnes Wertpapier handeln. Die Änderung des Themenbereichs erfolgt in unregelmäßigen Abständen. Die Ampelbeleuchtung soll den jeweiligen Trend symbolisch darstellen:

Grüne Ampel:
Es ist eher mit einem Aufwärtstrend zu rechnen.

Gelbe Ampel:
Es ist eher mit einem Seitwärtstrend zu rechnen.

Rote Ampel:
Es ist eher mit einem Abwärtstrend zu rechnen.

Direkt neben der gewählten Ampelbeleuchtung finden Sie nähere Erläuterungen zum gewählten Trend für das aktuelle Thema.

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Börsenregeln
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Mehr als nur einfache Bauernregeln

Die nachfolgend aufgeführten Börsenregeln reiche ich aus eigener Erfahrung weiter. Dabei können auch bereits bekannte Börsenregeln aufgeführt sein. Bedenken Sie jedoch, dass keine Börsenregel mit hundertprozentiger Sicherheit anwendbar ist.
Ich werde die Liste laufend erweitern, sobald ich neue Erfahrungen sammle.


1.) Kaufen Sie nur in seltenen Fällen ein Wertpapier an dem Tag, wo dieses von Analysten, Medien usw. empfohlen wird. Meistens hat es dann schon einen kurzfristigen Kursanstieg gegeben. Ausnahme sind nur Wertpapiere sehr großer Unternehmen wie zum Beispiel Aktien aus dem DAX. Warten Sie andernfalls ab, und Sie werden die Gelegenheit bekommen, günstiger einzusteigen.

2.) Blue Chips (Aktien sehr großer Unternehmen) schwanken in der Regel viel weniger als Aktien kleinerer Unternehmen. Wenn Sie höhere Renditen erzielen möchten, setzen Sie in Zeiten steigender Aktienkurse mit einem geringeren Kapitalanteil auch mal mit einer kleinen Position auf Optionsscheine oder Hebelzertifikate dieser Blue Chips.

3.) Wenn nach langem Anstieg der Börsen ein Absturz droht, verkaufen Sie nicht alles auf einmal. Die Verkäufe und Käufe verursachen durch die Provisionen zusätzliche Gebühren. Investieren Sie stattdessen je nach Risikoneigung 3 – 5 % Ihrer Depotsumme in einen Put-Optionsschein auf den DAX oder auf einen anderen breiten Marktindex.

4.) Die letzten zwei Handelsstunden an den US-Börsen sind interessanter, als manch einer glaubt. Wenn in diesem Zeitraum die Kurse steigen, und zwar an mehreren Tagen hintereinander, befinden wir uns oftmals in freundlichen Märkten. Das kann auch an Tagen der Fall sein, an denen der Markt im Minus schließt. Umgekehrt befinden wir uns oftmals in einem Bärenmarkt.

5.) Handeln Sie Ihre Wertpapiere von zu Hause aus online. Dort sparen Sie im Vergleich zur Abwicklung in Ihrer Bankfiliale in der Regel einen Teil der Handelsgebühren, und Sie sind zeitlich flexibler, da keine Abhängigkeit mehr zu den Öffnungszeiten der Kreditinstitute besteht.

6.) Handeln Sie kurzfristig, wenn ein solides und großes Unternehmen (Marktkapitalisierung mindestens ca. 100 Mio. Euro) wegen schlechter Quartalsergebnisse an einem Tag um 10 % oder mehr fällt. Sehr häufig ist dies eine Übertreibung nach unten, und oftmals schon in den nachfolgenden Handelstagen kann ein Teil dieses Kursverlustes wieder aufgeholt werden.

7.) Die Verlierer von gestern sind die Gewinner von morgen. Diese Regel klingt einfach, wenn man sie nicht grundsätzlich auf Einzelwerte, sondern auch auf ganze Branchen oder Länder bezieht. Gibt es beispielsweise schlechte Meldungen aus einem Segment (Beispiel: Immobilien), fallen fast alle Anlagen aus dem Immobilienbereich zurück, die davon betroffen sein könnten. Hier sind dann in der Regel auch Einzelwerte dabei, die gar nicht von den Problemen betroffen sind und zu Unrecht abgestraft werden. Solche Werte gilt es, am Ende einer Krise einzusammeln.