Börsenampel
Thema heute:
Europa
Ampel

Gelbe Ampel
Die kürzliche Warnung vor weiter fallenden Kursen ...

Die kürzliche Warnung vor weiter fallenden Kursen in Europa innerhalb der nächsten 2 bis 6 Monate hat sich durch zwei Ereignisse in der letzten Juniwoche spontan relativiert. Zum einen hatte das griechische Parlament dem Sparpaket zugestimmt. Das alleine reicht jedoch nicht aus, denn nun fließen zwar weitere Milliarden von Seiten der EU und des IWF, das eigentliche Schuldenproblem in Europa ist aber dadurch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Derartige Zahlungen können sich nicht immer und immer wiederholen, zumal wir ja auch wissen, dass Griechenland nicht das einzige Land mit finanziellen Problemen ist. Eine Eskalation der Schuldenthematik könnte den Euro in Mitleidenschaft ziehen, und damit auch die europäischen Börsen. Hier setzt das zweite Ereignis an: Der Besuch des chinesischen Staatschefs Wen Jiabao in Deutschland, wobei er fast sein gesamtes Kabinett mitgebracht hatte und mit Deutschland Wirtschaftsvereinbarungen im Rahmen von 10 Milliarden Euro vereinbart hatte. Besonders wichtig war dabei die Ankündigung Jiabaos, Europa und den Euro nicht im Stich zu lassen. Das bedeutet, dass bei Schuldenproblemen künftig wohl verstärkt mit der Hilfe Chinas gerechnet werden kann, zum Beispiel auch durch den Aufkauf von bonitätsschwachen Staatsanleihen gefährdeter EU-Länder oder durch Direktinvestitionen in den schwachen Ländern. Wir sehen diese Entwicklung ja schon in einigen afrikanischen Ländern, wo China sehr engagiert beim Aufbau der Infrastruktur mitwirkt. So gibt es nun eine weitere stützende Säule für die EU-Schuldenproblematik, und China ist, wie wir wissen, nicht verschuldet und hat ein nach wie vor hohes Wirtschaftswachstum. Diese Entwicklung dürfte die generelle Skepsis der Investoren der letzten Monate aus den Märkten genommen haben und weitere Kursrückgänge unwahrscheinlicher machen. Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor glänzend da, aber wir dürfen nicht vergessen, dass der Aufschwung schon ins dritte Jahr geht. Da jeder Aufschwung einmal endet, dürfte es auch keine allzu großen Kurszuwächse an den europäischen Börsen mehr geben. Aus diesem Grund geht die Ampel nur auf gelb.
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Und so funktioniert die Börsenampel
Die Börsenampel stellt für den aktuell genannten Anlagebereich den eher zu erwartenden mittelfristigen Trend auf Sicht von zwei bis sechs Monaten dar. Dabei kann es sich zum Beispiel um Branchen, Länder, Indizes oder auch ein einzelnes Wertpapier handeln. Die Änderung des Themenbereichs erfolgt in unregelmäßigen Abständen. Die Ampelbeleuchtung soll den jeweiligen Trend symbolisch darstellen:

Grüne Ampel:
Es ist eher mit einem Aufwärtstrend zu rechnen.

Gelbe Ampel:
Es ist eher mit einem Seitwärtstrend zu rechnen.

Rote Ampel:
Es ist eher mit einem Abwärtstrend zu rechnen.

Direkt neben der gewählten Ampelbeleuchtung finden Sie nähere Erläuterungen zum gewählten Trend für das aktuelle Thema.

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